Ausstellung des Kunstvereins Jülich im Hexenturm, Ausstellungseröffnung: 26. Oktober 2012/19.30 Uhr.
Ein Querschnitt grossformatiger Bilder aus der letzten Schaffensphase Oskar Brunners sind im neuen Bürogebäude der Firmengruppe Brochier in der Blütenstrasse in Nürnberg zu sehen.
Liebe Kunstfreunde,
Heute Abend sind wir zusammengekommen, um Oskar Brunner zu würdigen. Wir freuen uns über die vielen Besucher, die zur heutigen Vernissage gekommen sind; ganz besonders glücklich sind wir über die Anwesenheit von Anne Brunner, der Frau des Künstlers, die zu diesem Anlass extra aus Berlin angereist ist.
Manche unter uns hatten das große Glück Oskar zu begegnen, viele werden dieses Glück nicht mehr erfahren. Oskar hat uns leider letztes Jahr verlassen. Mit seinen Bildern aber hat er uns einen Schatz hinterlassen, eine Verbindung zu ihm und seiner Kunst, eine Reise in seine Welt, in die er uns jetzt mitnimmt.
Geboren ist Oskar Brunner 1945 in Seligenstadt und arbeitete lange Jahre in Nürnberg als freischaffender Künstler. Seit seiner Kindheit malte er ununterbrochen, ging aber berufliche Umwege. Durch seine Freundschaft mit Oskar Koller und die Ermunterung, die er von ihm erfuhr, wagte er den Schritt in die freie berufliche Künstlerlaufbahn. Er leitete Malkurse, Malstudienreisen, war Dozent in verschiedenen Akademien (u. a. Faber-Castell und Bad Reichenhall), publizierte Malbücher. Er bereiste und bemalte die ganze Welt, erhielt Aufträge von Nürnberg bis Südafrika und zog mit seiner Frau Anne vor ein paar Jahren nach Berlin, wo er sich den Großformaten zuwandte. Die Afrika Bilder z. B, die im Flur hängen sind aus letzter Zeit. (Sein letztes Bild maß 2 x 3 Meter).
Aquarell, Acryl, Öl: Er beherrschte alle Medien. Er entwickelte sich unentwegt, schnell und mit großer Begeisterung. Sein Malstil war und bleibt unverwechselbar. Er war spontan und risikofreudig. Diese grenzenlose Energie, diese positive Kraft, dieses unendliches Vertrauen in das Leben sind in seinen Bildern körperlich spürbar. Seine künstlerische Entwicklung nahm erst mit dem Tod ein Ende. Wir, Petra und ich, hatten das Privileg, sie für eine kurze Zeit mit zu erleben.
Manchmal ist das Leben magisch.
Manchmal erfährt man das Besondere.
Manchmal begegnet man einem Menschen, der einen verändert, der Spuren hinterlässt.
Genau dies ist uns, Petra und mir, vor 8 Jahren passiert, denn vor 8 Jahren lernten wir den Maler und Künstler Oskar Brunner kennen: Auf der Suche nach Veränderungen buchten wir einen Aquarellkurs bei Faber-Castell: Er war unser Kursleiter.
Diese Begegnung hat uns verändert. Als Malerinnen und als Menschen. Für uns hatte bis dahin das Malen viel mit Arbeit, Akribie, ja sogar manchmal Verbissenheit zu tun. Damals war Aquarell unser einziges Medium und jeder, der sich mit Aquarellmalerei schon beschäftigt hat, weiß, dass dies „Königin der Kunst“ einen zum Verzweifeln bringen kann.
In dem ersten Workshop mit ihm wurden unsere Überzeugungen über Bord geschmissen. Er, der mehr wie ein Athlet als wie ein Künstler aussah, malte so federleicht und gleichzeitig so kraftvoll, dass es uns umgehauen hat. Wir, die bis dato nur im Sitzen und ganz sorgfältig vorgezeichnet hatten, um dann erst mit viel Vorsicht zu Aquarellfarben zu greifen, beobachteten verblüfft und verzaubert, wie er im Stehen ganz locker mit einem für unsere Begriffe riesigen Pinsel Farben auf einem Papierbogen der Dimensionen eines kleinen Tisches explodieren lies.
Die Veränderung hatte begonnen.
Diese nahmen wir nicht sofort wahr, denn Oskar hat Menschen viel Raum und Zeit gelassen. Raum, um sich zu entfalten, Zeit, um entspannt dahin zu kommen. Es war eine stille Veränderung, denn Oskar war ein Mentor und ein Freund, der nie Druck ausübte. Vielmehr hat seine wunderbare Warmherzigkeit uns in seinen Bann gezogen und uns die Gewissheit geschenkt, dass Malen an erster Stelle eine Freude, ein Genuss sein soll.
Von Verbissenheit zum Genuss…Was für eine Veränderung für eine Malerin. Aber Malen, Empfinden, Denken…Das Alles ist so eng miteinander verwoben, dass es auch uns als Menschen verändert hat. Für immer.
Die Freundschaft mit ihm und seiner Frau Anne entwickelte sich und Oskar stellte auf unsere Bitte vor 2 Jahren in Burbach in unserem Atelier in der Römerpassage aus. Ein Workshop fand gleichzeitig statt. Die Resonanz war groß.
Gerne würden wir Sie auf die Spuren eines begnadeten Künstlers, Spuren eines außergewöhnlichen Menschen, Spuren eines unersetzlichen Freundes mitnehmen.
Gerne würden wir Sie an der Warmherzigkeit, der Großzügigkeit, der Lebensfreude Oskars teilhaben lassen, denn auch wenn wir ihm nicht mehr persönlich begegnen können, strahlen seine Bilder diese besondere Aura aus. Es war reines Glück mit ihm zusammen zu arbeiten. Es ist reines Glück, sich von seinen Bildern einfangen zu lassen.
Wir haben keine akademische Kunstausbildung. Sie werden entschuldigen, dass wir hier keine Bildanalyse durchführen. Aber das Wunderbare an Oskars Bilder ist, dass sie uns im Herzen treffen und das mit einer solchen Wucht, dass Erklärungen nicht zwingend sind. Seine Bilder machen glücklich.
Er hat das Leben geliebt: Das sieht man. Er hat die Welt geliebt: Das sieht man. Er hat die Menschen geliebt: Auch das sieht man. Glück: Das ist sein Geschenk an uns.
Seine Bilder sprechen für sich. Wie Edgar Degas es trefflich sagte: “Bei Leuten, die etwas von der Kunst verstehen, bedarf es keiner Worte. Man sagt: „MH! AH! Oder OH!“ und damit ist alles ausgedrückt.“
Wir wünschen Ihnen heute Abend viele AH’s und OH’s, lassen Sie sich verzaubern von Oskars Bildern, lassen Sie der Magie heute Abend Spielraum. Es lohnt sich. Sie werden glücklicher nach Hause gehen. Und darauf kommt es an.
Zu sagen bleibt: Wir sind unendlich dankbar, Oskar begegnet zu sein und unendlich traurig, ihn so früh verloren zu haben. Als Künstler war er einmalig, als Freund wird er unersetzlich bleiben.
Zuletzt möchten wir uns, auch im Namen Anne Brunners, bei Herrn Bürgermeister Christoph Ewers und der Kulturbeauftragten Katrin Mehlich dafür bedanken, dass sie diese Ausstellung, die im letzten Herbst aufgrund von Oskars Krankheit abgesagt werden musste, kurzfristig ermöglicht haben. Danke für ihre Großzügigkeit und die Selbstverständlichkeit, mit der sie uns nach Kräften unterstützt haben.
Wir wünschen Ihnen Allen einen wunderbaren Abend mit den Bildern des Künstlers Oskar Brunner.
Oskars letzte Reise...
Dank an alle Malfreunde, ich bin überwältigt von den vielen Briefen und Karten, leider ist es mir nicht möglich, alle pers. zu beantworten, dafür bitte ich Euch um Verständnis. Es ist ein grosser Trost, dass Oskar nicht nur als Maler, sondern auch als Mensch eine so positive und lebensfrohe Erinnerung ist und bleiben wird, danke.
Ich möchte mich auch im Namen meiner Familie bei allen bedanken, die meinen geliebten Oskar auf seinem letzten Weg begleitet haben.
Dank an alle Malfreunde, die an Oskars zahlreichen Malreisen und Workshops teilgenommen haben, dies hat ihm immer sehr viel Freude gemacht.
Dank all denen, die in Form von Briefen und Karten seiner gedacht haben.
Danken möchte ich auch allen Freunden, nicht nur in Nürnberg, die uns durch die schwere Leidenszeit begleitet haben und auch jetzt für mich da sind.
Ebenfalls danken möchte ich allen, die sich an seiner Kunst erfreuen, er war immer sehr dankbar für die Anerkennung und Bestätigung seiner Malerei.
Oskar lebt in seinen Bildern weiter, nicht nur in meinem Herzen.
Unendlich traurig
Anne Brunner
Tot ist überhaupt nichts:
Ich glitt lediglich über in den nächsten Raum. Ich bin ich, und ihr seid ihr. Warum sollte ich aus dem Sinn sein, nur weil ich aus dem Blick bin?
Was auch immer wir füreinander waren, sind wir auch jetzt noch. Spielt, lächelt, denkt an mich.
Leben bedeutet auch jetzt all das, was es auch sonst bedeutet hat. Es hat sich nichts verändert, ich warte auf euch, irgendwo sehr nah bei euch.
Alles ist gut.
Neugierig bleiben, experimentieren, Lust und Freude am Malen sind die besten Voraussetzungen für einen gelungenen Kurstag.
Mein Ziel ist es, meinen Malkursen - Teilnehmern, ohne Blockaden durch Erfolgsdruck, die Wege und Grundlagen zu guten Bilder aufzuzeigen und sie dabei zu unterstützen, ihren pers. Malstil zu optimieren und zu vertiefen. Der eigene Malduktus ist das unverkennbare, dass die eigenen Werke heraushebt. Wenn der Spaß da ist, verliert sich die Angst vor Versagen und das unterstütze ich mit meinem ganzen Wissen und meiner langjährigen Erfahrung als Dozent.
Malreisen 2011
Griechenland Nikiti - Sonne, Meer, Malen und das im Mai 2011!
07. bis 14. Mai 2011, Malkurs 350 €
Venedig - 18. bis 25. Juni 2011
Malkurs 350 €, Zimmer im Kloster, EZ 85 €
DZ 144 € incl. Frühstück, das Kloster liegt zentral ca. 15 Min zum Markusplatz, Vaporetto Station direkt am Kloster
Hamburg
25. bis 28. August 2011
Ich hoffe auf nächstes Jahr...
Rügen - Alt Reddevitz - muss ich leider absagen!
01. bis 08. Oktober 2011
Unterkunft: Tel. 038308-66240 info(a)hof-eschenschlag.de
Prichsenstadt - Kultur Pur in Mainfranken - muss ich leider auch absagen.
03. bis 06. November 2011
andere Zeit ... andere Stimmung ... andere Farben ... andere Bilder
Anmeldung für Unterkunft und Malkurs: Gasthof Zum Storch, Tel. 09383-6587
info(a)gasthof-storch.de, www.gasthof-storch.de
Bitte Anmeldungen oder Anfragen zu meinen Malreisen: Tel. 030 80580223 oder info@atelier-oskarbrunner.de oder abrunner009(a)googlemail.com.
Danke!
Herzlichst Oskar Brunner
Witten 20. Juli 2011 - leider wegen Erkrankung abgesagt.
Münster 21.Juli 2011 - leider wegen Erkrankung abgesagt.
2012 hoffe ich mit neuer Energie und Kraft wieder Termine
durchführen zu können.